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Deutsche Glasfaser: Millionste Kundin lebt in Singhofen
von Bernd-Christoph Matern
Damit hätte Heike Michel aus Singhofen nicht gerechnet, als sie im April einen Glasfaseranschluss für ihre im Juli bezogene Wohnung beantragte: Sie ist bundesweit die millionste Kundin der Deutschen Glasfaser. Die Unternehmensgruppe ließ zum offiziellen Druck auf den Start-Buzzer viel Prominenz aus Politik und Branche an die Bäderstraße anreisen.
Bis zum Jahr 2030 soll in Rheinland-Pfalz jeder Nachfrage nach der schnellen Verbindung auch ein entsprechendes Angebot gemacht werden können, erinnerte der Staatssekretär im Finanzministerium Fedor Rose an das selbst gesteckte Ziel. „Glasfaser ist die Infrastruktur unseres Jahrhunderts und gelebte Daseinsvorsorge“, so der Politiker. Es sei ein starkes Signal, dass die millionste Kundin aus einer Landgemeinde kommt. Er betonte die gute Mischung aus Eigenwirtschaftlichkeit und Förderung, die zur Gleichbehandlung von Stadt und Landbevölkerung auf dem Weg ins digitale Zeitalter beitrage. 70 Projekte im Land würden derzeit mit rund 1,7 Milliarden Euro gefördert, von denen Rheinland-Pfalz knapp 579 Millionen Euro trage.
Froh, mit der Deutschen Glasfaser ein verlässliches Unternehmen für die Versorgung in Singhofen, Fachbach und Becheln zu haben, zeigte sich der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau Uwe Bruchhäuser. „Ich bin dankbar, dass sie das so gut hinbekommen haben“. Das sei nicht selbstverständlich angesichts der Probleme mit Bauschäden oder der Insolvenz von Subunternehmen in anderen Kommunen des Kreises. 25 der 28 Gemeinden in der Verbandsgemeinde sind bereits ans Glasfasernetz angeschlossen, wo der Ausbau seit fünf Jahren vorangetrieben wird. Wenn es so weitergehe, sei die Verbandsgemeinde innerhalb des Kreises relativ weit vorn in der Abdeckung. Die Corona-Pandemie mit ihrem Homeschooling habe unter anderem gezeigt, wie wichtig der Anschluss ist, so Bruchhäuser. „Wenn ich manche Mails lese, habe ich den Eindruck, dass die schnelle Internet-Verbindung ähnlichen Stellenwert hat wie die Versorgung mit Trinkwasser“, verglich der Verwaltungschef.
Über das Engagement der Deutschen Glasfaser in seiner Gemeinde freute sich zuvorderst Ortsbürgermeister Detlef Paul: „Besonders wichtig ist für uns der Anschluss unserer drei Schulen an das Glasfasernetz, denn damit schaffen wir eine leistungsfähige Grundlage für zeitgemäßen digitalen Unterricht und eine moderne Bildungsinfrastruktur“, so Paul. Ebenso erhofft er sich eine zukunftsfähige Verwaltung, zu der auch der Anschluss des Gemeindehauses beitrage.
Bild zur Meldung: von Bernd-Christoph Matern: Personen, die das Startsignal für den Anschluss der bundesweit einmillionsten Kundin der Deutschen Glasfaser in Singhofen gaben



